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Gesundheitsmodelle - Von Risikofaktoren zu Ressourcen

Man unterscheidet zwei verschiedene Typen von Gesundheitsmodellen. Auf der einen Seite stehen die Risikofaktorenmodelle, die auf einem medizinisch-naturwissenschaftlichen Gesundheitsverständnis basieren und der Frage nachgehen, warum Menschen krank werden.

Ein Risikofaktor bezeichnet einen Wirkungsmultiplikanden einer Lebensweise, die in einem gesicherten direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem Auftreten bestimmter Erkrankungen oder Gesundheitsstörungen stehen.
 
Lange Zeit wurde in der (Sport-) Wissenschaft, vor allen anderen Modellen, das Risikofaktorenmodell genannt. Das Risikofaktorenmodell stammt aus den 50er Jahren. Ursprünglich stellte man Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, usw. und dem Auftreten von koronaren Herzerkrankungen fest. Je mehr Risikofaktoren vorhanden sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit zu erkranken. Die Erkenntnisse beruhen jedoch auf statistischen Zusammenhängen und ermöglichen deshalb keine Interpretationen oder Vorhersagen auf Einzelpersonen.
Das Risikofaktorenmodell geht davon aus, „dass Beschwerden sowie Erkrankungen häufig an ungünstige Bedingungen des körperlichen Zustandes sowie Lebenssituation einer Person gekoppelt sind und dass Interventionen bei diesen Bedingungen, den sogenannten Risikofaktoren, anzusetzen hätte“ (Bös & Brehm, 1998).