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Wofür benötigen Kinder die Auge-Hand-Koordination?

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Mit dem Greifen beginn das Baby, seine Umwelt gezielt zu erkunden. Aber jede zielgerichtete Bewegung erfordert die Unterstützung unseres Sehvermögens. Das heißt, die Auge-Hand-Koordination ist erforderlich, um wichtige Bewegungen im Alltag zielgerichtet und damit so ausführen zu können, dass eine sinnvolle Handlung entsteht. Handlungen ermöglichen dem Baby/ Kleinkind nach und nach selbständig zu werden und ihren Alltag zu meistern.

Im Alltag gilt es ständig auf visuelle Eindrücke mit angemessenen Bewegungen zu reagieren bzw. die Bewegungen über das Auge oder die Eigenwahrnehmung zu kontrollieren. Wahrnehmung und Bewegung gehen dabei Hand in Hand, so dass in den wenigsten Fällen bestimmt werden kann, ob die Wahrnehmung der Bewegung vorausgeht oder umgekehrt.

Schreiben ist zum Beispiel nur möglich, wenn das Auge und die Hand zusammenarbeiten – und das ist natürlich enorm wichtig, nicht nur für die Schule. Beim Ballspielen muss die Bewegung des Beines oder des Armes auf die Wahrnehmung des Auges abgestimmt werden. Nahezu bei jeder Tätigkeit im Alltag sind wir also auf eine gute Auge-Hand-Koordination angewiesen.

Am Anfang steht die Grobmotorik

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Es ist wichtig zu wissen, dass sich die Grobmotorik vor der Feinmotorik entwickelt. Die feinmotorische Entwicklung baut also auf einer ausreichend differenzierten grobmotorischen Entwicklung auf. Feinmotorische Fertigkeiten wie Schreiben und Malen können nur gelingen, wenn grobmotorische Fähigkeiten ausreichend entwickelt sind. Kinder, die im Kleinkindalter wenig Gelegenheit hatten, grobmotorische Bewegungserfahrungen zu sammeln, haben in der Schule häufig Probleme bei feinmotorischen Tätigkeiten.

Nur durch vielfältige Erfahrungen entwickelt das Hirn entsprechende Koordinationsleistungen. Arbeiten alle Sinnessysteme gut zusammen, kann sich das Kind optimal entwickeln.

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Quellen:
  • www.fhnw.ch
  • www.praxisschleussner.de
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