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Zur pädagogischen Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport im Kindesalter

„Bewegung, Spiel und Sport sind elementare und unverzichtbare Bestandteile einer ganzheitlichen kindlichen Entwicklung. Sie können in vielfältiger Weise die sprachliche, körperliche, emotionale und intellektuelle Entwicklung positiv beeinflussen; sie fördern gleichermaßen die motorischen wie auch die kognitiven und sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Damit können sie einen bedeutsamen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen leisten. Bewegung, Spiel und Sport eröffnen Chancen für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft, die es zu nutzen gilt.“ (KMK, 2009)

Bewegung, Spiel und Sport haben demnach einen Doppelauftrag zu erfüllen: zielen sie auf der einen Seite auf die Erweiterung motorischer Kompetenzen und damit auf eine Erziehung zum Sport mit entsprechender Handlungskompetenz in sportlichen Settings ab. Auf der anderen Seite wird mit Bewegung, Spiel und Sport immer auch ein erzieherischer Anspruch selbst deutlich, wenn Bewegungsbildung allgemeine Bildung integrieren soll (vgl. Schmitt-Millard, 2007). D.h. potenzielle qualitative Bewegungserfahrungen und mögliche Erfahrungsqualitäten, die zur individuellen Entwicklung bildungsrelevanter Bewegungskompetenzen beitragen können, sollen zusammengebracht werden. In Bewegung, Spiel und Sport verbindet sich die Idee eines humanen Sports, der die Aufgabe hat, neben der Eröffnung einer Spiel- und Sportkultur zugleich auch personale Identität über den Sport im Sinne einer Urteilsfähigkeit und sozialer Verantwortung hinaus zu fördern.

  • KMK [Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder] (2009). Bewegung, Spiel und Sport als Chance nutzen. Erklärung zur Qualitätssicherung des Sportunterrichts im Primarbereich, Beschluss vom 16.04.2009. Online unter http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffent-lichungen_beschluesse/2009/2009_04_16-Bewegung-Spiel-Sport.pdf.
  • Schmitt-Millard, T. (2007). Erziehender Sportunterricht oder Erziehung durch Sport-Unterricht? sportunterricht, 56 (4), 105-109.