Einen Vortrag, der begeisterte und zugleich nachdenklich machte, hielt Prof. Dr. Klaus Bös im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stiftung am 14. Januar 2018 im SpOrt Stuttgart. Er hielt ein Plädoyer für mehr Bewegung und Sport von Kindern, basierend auf aussagekräftigen Forschungsergebnissen. So haben sich Kinder und Jugendliche von 1976 bis 2006 hinsichtlich ihrer Leistungen im Standweitsprung um ca. 14 Prozent verschlechtert. Schaut man sich die Bewegungswelt der Kinder an, dann ist das nicht überraschend: neun Stunden des Tages verbringen sie liegend, weitere neun Stunden sitzen. Fünf der verbleibenden sechs Stunden stehen Kinder pro Tag, sodass nur eine Stunde bewegend gestaltet wird – wobei die intensive Bewegung 15 bis 30 Minuten einnimmt. Dabei wird der Anteil der Kinder, die für eine Stunde am Tag aktiv sind (Index aus Schulsport, Vereinssport, nicht organisiertem Sport) sogar stetig weniger. Prof. Dr. Klaus Bös nimmt daher die Eltern in die Pflicht und fordert gemeinsame Alltagsaktivitäten, sodass Eltern als Bewegungsvorbilder agieren und den Sport der Kinder unterstützen. Ebenso wichtig ist es, dass sich Kommunen, Kitas und Schulen dieser Thematik annehmen. Auch sie spielen eine zentrale Rolle in der Bewegungswelt der Kinder, die es verantwortungsvoll zu gestalten gilt. Anregen und unterstützen können hierbei die Projekte der Stiftung wie die Kinderturn-Welten in Stuttgart und Karlsruhe, das Förderprogramm „Kinderturnen in der Kita“ und der Kinderturn-TestPLUS. Denn Bewegung und Sport sind unverzichtbar für die gesunde kindliche Entwicklung.